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Ordination von Pfarrerin Wewel
Die Presbyterien der Kirchengemeinden Mennighüffen und Siemshof haben im November 2009 bei der Landeskirche die Ordination von Pfarrerin Wewel beantragt. Die Ordination ist die gottesdienstliche Handlung der Kirche, durch die Pfarrerinnen und Pfarrer zum geistlichen Amt beauftragt und bevollmächtigt werden. Das zentrale Segenszeichen in der Ordinationsliturgie ist die Handauflegung. Da dem evangelischen Verständnis, das vom „allgemeinen Priestertum aller Getauften“ (Luther) ausgeht, eine Trennung zwischen Geistlichen und Laien fremd ist, bedeutet die Ordination die Segnung und Sendung zur öffentlichen Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung. Der Ordinationsgottesdienst wird am 6. Juni 2010 in der Heilandkirche gefeiert
Ordinationsfeier Pfarrerin Wewel

Der Ordinationsgottesdienst wurde am 6. Juni 2010 in der Heilandkirche gefeiert.
Gottesdienstablauf...>>>
Ordinationsansprache von P. Krause...>>>
Ordinationspredigt..>>>
Zeitungsartikel NW...>>>
Bilder:
Mitwirkende bei der Ordination von Pfarrerin Barbara Wewel (3. v. l.): Pfarrer Kai Sundermeier (Mennighüffen), Pfarrer Jörg Nagel (Siemshof), Superintendent Michael Krause, Pfarrer Dieter Wever (Seelsorger in der JVA Münster) und Pfarrerin Verena Mann (Emsdetten)
Ordination von Pfarrerin Barbara Wewel am 6. Juni 2010 Vollbesetzte Heilandkirche in Siemshof
Schon einige Zeit vor Beginn des Gottesdienstes am Sonntagnachmittag konnte man an Hand der zahlreichen auswärtigen Autokennzeichen sehen, dass ein besonderer Gottesdienst bevorstand. Anlass war die Ordination von Pfarrerin Barbara Wewel. Sie fand am 6. Juni in der Siemshofer Heilandkirche statt. Barbara Wewel ist als Pfarrerin im Entsendungsdienst in der gemeinsamen Pfarrstelle der Kirchengemeinden Mennighüffen und Siemshof tätig. Unter den Klängen der „vereinigten“ Posaunenchöre aus beiden Gemeinden zogen Pfarrerin Barbara Wewel, Superintendent Michael Krause, die Gemeindepfarrer Jörg Nagel und Kai Sundermeier sowie die Mentoren Wewels, die Pfarrer Verena Mann (Kirchengemeinde Emsdetten-Saerbeck)) und Dieter Wever (Gefängnisseelsorge JVA Münster) zusammen mit den Presbyterien beider Gemeinden in die Kirche ein. In seiner Ordinationsansprache verwies Superintendent Michael Krause darauf, dass Barbara Wewel im Münsteraner Geistviertel aufgewachsen ist und sie zur Pfarrei der Heilig-Geist-Kirche gehörte. Ist es da verwunderlich, so Krause, dass sich auf der Einladungskarte zur Ordination ein Bibelwort findet, dass die Wirkungen des Geistes reflektiert ? Weiter sprach Michael Krause von dem Eindruck, in 2 verschiedenen Welten zu wandern, wenn die eigene Lebensgeschichte und die Gottesgeschichte zusammenfließen. Ein solches Gefühl sei Barbara Wewel sicher nicht fremd, die sie in einem katholischen Elternhaus groß geworden ist, sich zwar für Theologie interessiert habe, aber ganz gewiss nicht mit dem Ziel, einmal evangelische Pfarrerin zu werden. Ein bedeutender Schritt sei es gewesen, die Konfession zu wechseln, aber noch bedeut samer erscheine es ihm, damit auch den Beruf zu verbinden. Sie habe später für sich gespürt, dass ihr Glaube sie auch in Bereiche führt, um die man allgemein eher einen Bogen macht. So machte Barbara Wewel im Rahmen ihrer Ausbildung ein Praktikum im Norden Dortmunds, einem sozialen Brennpunkt und später ein Sondervikariat in der Gefängnisseelsorge in Münster. In der anschließenden Ordination wurden die Voten neben den Pfarrern von den Presbytern Achim Unververth (Siemshof), Christa Seidel (Mennighüffen) sowie von Anja Heine (Jugendarbeit) und Tobias Möller (Bestatter) gesprochen. In ihrer Ordinationspredigt über die Verse 28-31 aus dem 8. Kapitel der Apostelgeschichte sprach Barbara Wewel über die hohen Anforderungen, die an das Pfarramt gestellt würden. „Die Geistliche solle etwa in der Lage sein, multiple Perspektiven in der Gemeinde wahrzunehmen, zu würdigen und aufeinander abzustimmen. Sie solle anthropologisch, psychologisch und soziologisch geschult sein und ein differenziertes Wahrnehmungsver mögen im Hinblick auf die Komplexität menschlicher Beziehungen entwickeln“. Auf die Frage im Rahmen der Dialogpredigt (Sprecher: Hans-Jürgen Hübner) „Verstehst du auch, was du da liest ?“ warb Barbara Wewel dafür, sich Zeit nehmen zu dürfen für eigenes Lesen, sich Raum zu geben für eigenes Fragen und Suchen, für ein zur Ruhe kommen in stiller Zeit. So könne man anderen Fragenden und Suchenden eine Hilfe sein. „Gott schicke uns immer wieder Menschen, die uns verstehen helfen und an unsere Seite treten, wenn wir Hilfe brauchen“, so Barbara Wewel abschließend. Beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus sprach Pfarrer Manfred Pollmeier von der katholischen St.-Laurentius-Gemeinde von den Gemeinsamkeiten zwischen ihm und Barbara Wewel. Nicht nur dass er zunächst einen anderen Beruf als Pfarrer erlernt habe, auch er stamme aus dem Münsterland und der Tag ihrer Ordination sei auch der Tag seiner Priesterweihe. Als kleines Geschenk überreichte er ihr Weihrauch. Von den Kirchengemeinden Siemshof und Mennighüffen gab es neben den obligatorischen Büchern einen Rosenstock für die Terrasse zu Hause. Die Mentorin Pfarrerin Verena Mann hob in ihrer Rede die kraftvolle und gut verständliche Stimme hervor, die manch einer in Anbetracht der Körpergröße von Barbara Wewel nicht erwartet. Sie überreichte 2 Geschenke, ein Buch und ein Brot und nahm 2 Erinnerungen wieder mit nach Hause: die Einladungskarte und eine Thermoskanne, die sie einmal von Barbara Wewel geschenkt bekommen hatte und sie an die gemeinsame Autoreise nach Taizé erinnere. Abschließend ein herzliches Dankeschön an die Kirchenchöre, die Gospelchöre und die Posaunenchöre beider Gemeinden, die den Gottesdienst so wunderbar mit gestaltet haben, an die vielen fleißigen Helfer im Gemeindehaus, die den Empfang ausgerichtet haben und an alle, die diesen Tag mit Barbara Wewel begangen haben. (J. Bollhöfer)
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